Mehr Dates

Eigentlich habe ich in letzter Zeit irgendwie null Kreativität in mir. Ich will schreiben und quasi mein Tagebuch hier weiterführen aber mir fallen die Sätze verdammt schwer. An was es so wirklich liegt, kann ich gar nicht sagen. Ist es vielleicht, weil ich in letzter Zeit so viele Dates hatte? Ich weiß es nicht. 

Meine Lust auf Sex ist irgendwie kaum zu bändigen (Haha das klingt echt übel!) und ich habe permanent Dates. Manchmal sind es direkt Sexdates und manchmal normale Dates. 

Mit dem einen zum Beispiel wollte ich erst ein normales Date, aber ich fand ihn dann so geil, dass ich ihn sofort in meinem Bett haben wollte. Seit meiner Jugend fand ich Schwarze schon heiß. Ich hatte mal einen 3er mit einem dabei und es erregte mich wirklich sehr doll. Jetzt lernte ich wieder einen kennen und wusste ganz genau, was ich wollte. Ich wollte seine weichen Lippen und seinen riesigen Schwanz auf und in mir spüren. Also sagte ich ihm, dass ich in einem Body aus Spitze und einem Satinmantel auf meinem Bett sitzen und auf ihn warten werde. Die Tür war leicht angelehnt und er kam rein. Er grinste und ich fragte, ob es nach seinen Vorstellungen ist. Er sagte, dass es mehr als das ist und ich sah es schon in seiner Hose. Zwar wusste ich, wie sein Schwanz aussieht aber ich dachte nicht, dass er so groß ist. Also packte ich ihn aus und grinste bis über beide Ohren. Ich packte ihn in einer genüsslichen Langsamkeit aus und er sprang mir direkt ins Gesicht. Der Blowjob war echt gut und ich wurde wirklich sehr feucht. Er zog mich dann hoch und drehte mich um. Als er seinen Schwanz reinsteckte stöhnte ich sehr laut und ich möchte nicht bezweifeln, dass man es im Haus hier gehört hat. Gott war der Schwanz groß und ich liebte es. Er stieß mich hart und dieser leichte Schmerz kam mit jedem Stoß mehr. Ich legte mich auf’s Bett und wir küssten uns. Er roch sehr gut und das machte mich um so feuchter. Bei der dritten Runde, sagte ich ihm, dass ich sein Sperma gerne in meinem Gesicht hätte. Er zog ihn raus, stellte sich über mir hin und wichste seinen großen Schwanz. Dieser Anblick war göttlich! Sein Sperma landete auf meiner Stirn und meinen Wangen. Ich fühlte mich gut! 

Bei einem anderen Date bzw. Sexdate hatte ich den Befehl, dass ich mir die Augen verbinden und mich in den Flur hocken sollte. Ich tat es. Aufgeregf war ich nicht. Es klingelte und ich lehnte die Tür wieder leicht an. Er sagte nichts und ich hörte nur die Schnalle seines Gürtels. Dieses Geräusch ist ein Trigger für mich. Er steckte mir seinen Schwanz direkt in den Mund und fickte ihn. Er war zwar leicht aufgeregt aber mein Stöhnen beruhigte ihn. Sein Schwanz fühlte sich groß an und ich wusste, dass das sehr geiler Sex mit ihm werden wird. Also nahm ich meine Augenbinde ab und schaute ihn an. Ich ging mit ihm in die Küche und setzte mich auf meinen Tisch. Sein Schwanz fühlte sich sehr gut an und ich genoss den Sex. Er sagte vorher schon, dass er viel spritzen würde und ich fand es heiß. Ich bat ihn auf den Tisch zu spritzen. Er spritzte wirklich viel und ich leckte alles ab. Seinen Blick werde ich wohl nie vergessen.

Mein letztes Date war wirklich ein normales Date. Ich konnte mir Sex mit ihm noch nicht vorstellen, ich wollte ihm aber dennoch eine Chance geben. Er war schon beim Schreiben sehr charmant und das mochte ich. Auch sein Gesicht gefiel mir sehr gut. Er kam aus Berlin und bot direkt von sich aus, hier her zu kommen. Ich wäre auch nach Berlin gefahren aber er wollte meine Kleinstadt gerne kennenlernen. Er holte mich von Zuhause ab und ich stieg zu ihm ins Auto. Wir fuhren dann ganz entspannt fuhren zum Restaurant. Unterhalten konnten wir uns ganz gut aber ich konnte mir einfach nicht vorstellen, Sex mit ihm zu haben. Als es um die Bezahlung ging, bestand er wirklich darauf das Essen zu bezahlen. Ich hätte kein Problem damit gehabt, es selber zu zahlen aber er war sehr hartnäckig. Danach fuhr er mich nach Hause und wir quatschten noch eine Weile in seinem Auto. Am nächsten Tag fragte er direkt, ob wir uns wiedersehen wollen. Ich war sehr ehrlich und sagte, dass es für mich eher auf der freundschaftlichen Basis bleiben würde. Direkt schrieb er, dass ich ein richtig gemeiner Mensch bin. Für mich ist er 150 km gefahren, hat das Essen bezahlt und dann sowas. Es tat mir sehr leid aber ich wollte nicht aus Mitleid mit ihm schlafen und irgendwie ist das auch die Gefahr am Online Dating, oder?    

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Urlaub mit der Gang

Seit gestern bin ich im Urlaub mit meinen Freunden. Mein erster Urlaub in Gesellschaft. Vor ein paar Tagen hatte ich wirklich noch keine Lust drauf und durch meine hartnäckige Erkältung hätte ich auch einen guten Grund gehabt, um abzusagen. Aber ich tat es nicht und so ging es auch gestern morgen um 10 Uhr los. Die Fahrt war schon witzig und der erste Wein wurde pünktlich um 12 Uhr geöffnet. Danach ein kleiner Halt bei KFC in Göttingen und die Fahrt ging weiter. Leider merkte ich da schon die Folgen des Mittags. Diese Hot Wings sollte man verbieten! Ich esse nie scharf aber da hatte ich, durch den Wein, scheinbar einen kleinen Aussetzer und schaufelte mir so einen kleinen Bucket rein. Angekommen im Ferienhaus rannte ich sofort auf Toilette. Die Toilette stellte sich an dem Abend auch als mein bester Freund heraus.

Als es so halbwegs ging, wollten wir nochmal in die Stadt zum Einkaufen. Auch das ging alles gut. Wieder im Ferienhaus angekommen wurde dann so sämtlicher Alkohol geöffnet und die Massensauferei ging los. Ich hielt mich aber zurück. Weil uns noch ein kleines Hüngerchen lockte, gingen wir in ein Restaurant. Eine sehr gut angeheiterte Truppe und ich mittendrin. Das Essen war gut, aber ich hielt nicht mal den 2. Gang durch. Mir wurde direkt heiß, ich sah aus, als ob ich einen Geist gesehen hätte und ich eilte zum Ferienhaus zurück. Das Problem war nur, dass man gar nicht schnell laufen konnte, weil es derbe glatt war. Glücklicher Weise packte ich mich nicht hin und erreichte mein heiliges Klo. Ich hab KFC verflucht! Nie wieder wollte ich zu diesem scheiß Schuppen. Irgendwann ging es aber da verabschiedete ich mich dann auch schon und ging ins Bett. Mein erster Tag war gelaufen. Aber ich muss ehrlich gestehen, mir geht hier keiner auf den Sack und ich fühle mich wohl. Zwar muss ich abends ohne Orgasmen ins Bett aber das halte ich hier glaube auch durch. Die Zimmer sind sowas von hellhörig und jeder würde das Vibrieren meines Vibrators hören. Das würde sicherlich sehr peinlich enden.

Turbulente Wochen

Am ersten Tag nach erstellen meines Profils auf eine dieser ominösen Sexseiten, wurde ich direkt angeschrieben. Mich wunderte das nicht, dass mir jemand schreibt, mich verstörte eher die Vielzahl an Nachrichten. In meinem Profil habe ich nur ein Bild drin. Man bzw. Mann sieht nicht mal, wie mein Gesicht aussieht, Mann sieht eigentlich nur, dass ich blond bin. Zwar hab ich mich auf einer Seite angemeldet, auf der man vordergründig nach Sex sucht, aber trotzdem empfand ich es als unangemessen direkt mit der Tür ins Haus zu fallen und meine sexuellen Vorlieben aufzuschreiben. Das finde ich bei anderen Profilen irgendwie auch abschreckend. Ich bin ein Fan subtiler Erotik, mich überzeugt man vielmehr mit Humor und Intelligenz. Also beschrieb ich nicht meine Vorlieben oder meine Traumvorstellung, wie ein Mann sein sollte, ich beschrieb einfach meine aktuelle Situation und hielt alles sehr allgemein. Trocken, wortgewandt und mit einem Hauch Humor.

Als erstes lernte ich einen Richter kennen und war direkt entzückt. Er schrieb wirklich sehr gut und wir hatten viele gleiche Interessen. Ein paar Tage schrieben wir, ohne zu wissen, wie der Gegenüber aussieht. Mich störte das gar nicht so, bin ich doch die, die im Freundeskreis immer anprangert, dass zu wenig auf den Charakter geschaut wird. Ich war auch eigentlich völlig heiß auf ein wirkliches Blinddate aber leider schickte er dann ein Foto von sich. Ach herrje! Das ist ja so gar nicht meins. Fuck, ich muss irgendwie absagen. Ich ertappte mich dabei, wie ich auch urteilte und nur nach dem Aussehen ging. Der Abend kam und mich stresste dieses Date eher. Wir trafen uns bei mir. Es ist zwar amüsant einen Richter vor sich sitzen zu haben, der völlig aufgeregt war aber es war einfach null Anziehung da. Irgendwie fühlte ich mich schlecht. Ich stellte meine ganze Herangehensweise in Frage und überlegte mein Profil zu löschen. Ich möchte nicht aufgrund des Äußeren ein Date absagen, aber beim Online Dating ist man doch irgendwie dazu gezwungen auch nach dem Äußeren zu entscheiden. Von seiner Seite wäre auf jeden Fall Interesse da gewesen aber meine Körpersprache schrie in eher an, dass er die ständigen „versehentlichen“ Berührungen sein lassen soll. Gegen 23 Uhr bat ich ihn zu gehen. Für ihn war das ok und ich musste dringend ins Bett. Am nächsten Tag schrieb er mir, wie toll er den Abend fand und dass er am liebsten heute wieder vorbeikommen würde. Für ihn war zwischen uns ein heißes Knistern. Ich kann definitiv sagen, da war nichts mit heißem Knistern. Eher pure Abneigung. Und selbst, wenn ich das jetzt hier so schreibe, fühl ich mich schlecht. Ich schrieb ihm, dass ich den Abend sehr unterhaltsam fand aber dass zwischen uns keine Anziehung meinerseits besteht. Er wollte dann weiter eher freundschaftliche Treffen aber ich lehnte dankend ab. Ich bin neuen Bekanntschaften oder sogar Freundschaften nie abgeneigt aber ich war doch eher auf der Suche nach Sex. Er ließ mich in Ruhe und wünschte mir alles Gute.

Als nächstes wollte ich mich mit jemandem aus einer Stadt hier in der Umgebung treffen. Ich wusste, dass er 38 ist und auf eine Affäre aus ist. Dieses Mal verwarf ich meine Idee von einem Blinddate gleich und wir tauschten Bilder aus. Wir verabredeten uns auf einen Wein bei mir. Ich weiß, dass man so etwas nicht unbedingt machen sollte aber ich hatte es direkt ganz ehrlich auf Sex abgezielt. Ich zog mir dann zwar normale Sachen an, aber hatte auch direkt einen Body aus Spitze darunter und ließ Unnötiges weg. Als ich den Wein kostete, klingelte es auch schon. Ich machte die Tür auf und bat ihn herein. Er grinste und machte mir direkt Komplimente. In dem Moment wusste ich, dass ich endlich mal wieder Sex haben könnte. Eigentlich wollte ich einen dominanten Mann aber in dem Augenblick öffnete ich seinen Gürtel und befahl ihm, sich auf’s Bett zu setzen. Ich kniete mich zwischen seine Beine und holte seinen Schwanz raus. Nach so langer Abstinenz ist das echt göttlich. Blowjobs hab ich schon immer geliebt. Alleine schon die Blicke des Mannes erregen mich so sehr. Ich mag es auch total den Mann dabei anzugucken, während sein harter Schwanz bis zum Anschlag in meinem Mund verschwindet oder ich mit meiner Zunge dran rumspiele. Er genoss es auf jeden Fall und er brauchte nicht lange und kam. Ihm war das sichtlich peinlich aber für mich war es eher ein Kompliment. Wir machten erstmal eine kleine Pause und verköstigten weiter den Wein. Nach einer halben Stunde ging es weiter. Er fickte mich von hinten, ich ritt ihn und zum Abschluss fickte er mich auf meinem Küchentisch. Der Abend war auf jeden Fall ganz nett und ich schlief befriedigt ein.

Am nächsten Morgen schrieb er mir direkt, wie toll er mich findet und dass wir das unbedingt wiederholen sollten. Ich sagte ihm, dass ich mich melden würde. Trotzdem schickte er mir den ganzen Tag Sprachnachrichten, Bilder von seinem Schwanz und schrieb echt schreckliche Sachen. Wenn ein Mann die falschen Wörter benutzt, dann bin ich sehr schnell genervt. Er bezeichnete mich an dem Tag gefühlte 100 mal als „sexy Vamp“. Da kommt mir plötzlich wieder dieser Brechreiz. Ich mag das einfach nicht, es bedrängt mich zu sehr.

Zwei Tage später verabredete ich mich mit einem anderen. Eigentlich auch nur, weil er einem Bekannten meines Vaters super ähnlich sieht. Der Bekannte ist nur 10 Jahre älter als ich und war mal der Azubi meines Vaters. Heiß fand ich ihn schon immer. Na ja und dass der Typ ihm ähnlich sah, kam mir gerade recht. Er sagte mir zwar, dass er gerne Frauen dominiert aber es sollte sich noch herausstellen, dass er eher das Gegenteil ist.

Wir hatten die Abmachung, dass er klingeln wird, ich lasse die Wohnungstür einen Spalt auf und setze mich fast nackt breitbeinig auf mein Bett. Das tat ich auch. Er kniete sich sofort hin und begann zu lecken und vorsichtig zu fingern. Das konnte er wirklich gut und ich genoss es. Dass er mich wirklich sehr ausgiebig oral verwöhnte, störte mich erst nicht aber irgendwie wollte ich ihm dann auch endlich einen blasen. Wir tauschten und ich kniete mich zwischen seine Beine. Ich liebe es einen Schwanz zu lutschen aber das hier war anders. Noch nie hatte ich es mit einem Mann zu tun, der derart sensibel war. Sein Schwanz war nur halbsteif und ich durfte seine Hoden maximal leicht mit der Zunge berühren. Also fing ich an seinen Penis leicht mit meinen Lippen zu umschließen und achtete immer auf seine Blicke. Seine Blicke sagten mir, dass ich ihn tiefer nehmen und dabei mit meiner Zunge sanft bespielen soll. Immer, wenn ich etwas wilder zur Sache ging, wurde er schlaffer, wenn ich aber sanfter blies, wurde er schlagartig härter. Er genoss den Blowjob sichtlich und mir machte es Vergnügen ihn dabei zu beobachten. Trotzdem kam er nicht. Ich zweifelte an mir. Bisher kannte ich es nicht, dass ein Mann meinen Blowjob lange durchhielt. Dann wollte er eine kleine Pause. Mir war das nur recht. Wir lagen nebeneinander und streichelten uns zärtlich. Normalerweise ist das nicht so mein Ding mit dem Streicheln aber in dem Moment war das irgendwie gut. Er sagte mir, dass das sein bester Blowjob in seinem Leben war und ich war glücklich. Ich fragte ihn, warum er ihn dennoch durchhielt. Ganz schlicht antwortete er mit „Ich komm halt nicht so schnell.“ und ich merkte, dass es nicht an mir lag. Danach ging es weiter und er fickte mich ganz zärtlich in der Missionarsstellung. Ich glaube das war der zärtlichste Sex in meinem Leben mit einem riesigen Anteil an Oralsex. Es war zwar nicht das, was ich gesucht hatte aber es war einfach mal was anderes.

Mir schrieben noch weitere Männer, dass sie mich gerne ficken möchten. Teilweise war das echt stressig. Ich wollte einfach jedem antworten, auch wenn es eine Absage war. Es wäre unfair, einfach nicht zu antworten. Ich halte es nicht für selbstverständlich, dort angeschrieben zu werden und jede Absage tut mir leid. Auch frage ich mich immer noch, ob es die richtige Entscheidung war, sich dort anzumelden. Eigentlich bin ich im digitalen Zeitalter ein Freund von analogem Dating. Das Problem dabei ist nur, dass ich nie angesprochen werde und ich mich selber auch nicht traue, einen Mann anzusprechen.

Die Lust ist geweckt

Heute mach ich’s kurz. Samstag hatte ich mächtig einen im Tee und hab mich doch wieder bei einer Sex-Seite angemeldet. Ich glaube, ich brauche einfach mal wieder dringend Sex! In den ersten 48 h passierte nicht viel aber danach schrieben mich doch einige an. Seitdem bin ich dabei, mit jedem zu schreiben, um zu gucken, ob es vielleicht passen würde. Ich will da nicht mit jedem X-beliebigen ins Bett gehen, auch wenn ich es gerade nötig hätte. Einigen sage ich direkt, dass es nicht passen würde aber ich denke, ich bin da wirklich sehr höflich.

Nicht der beste Freund

Ich hab da so einen Freund. Auf dem Geburtstag eines Freundes sah ich ihn damals zum ersten Mal. Wir verstanden uns sehr gut und es bedurfte keine 2 Stunden, als er mich auf der Couch als Kissen betrachtete. Dass er ziemlich touchy war, hat mich überhaupt nicht gestört. Ich war frisch getrennt und mochte seine Nähe sehr. Danach war er öfter dabei. Ein befreundetes Pärchen hatte den Plan uns zusammenzubringen. Nur dumm, dass es so dermaßen offensichtlich war, dass jeder blinde und taube Vollidiot ihr Vorhaben gecheckt hätte. Uns war das unangenehm, sehr sogar. Dieser Abend war einfach super peinlich. Ständig machten die beiden Andeutungen darüber, dass wir uns doch so ähnlich seien und ein tolles Pärchen abgäben. Freeeeaks dacht ich mir. Mein Liebster in spe sah das auch so. Wir gingen rein und klärten einfach mal alles. Ich wollte nichts von ihm, er nicht von mir, aber wir fanden uns einfach cool. Das war echt erleichternd. Als das Pärchen wieder mit ihren Andeutungen anfing, fingen wir einfach nur noch an zu lachen. Wir erklärten ihnen, dass sie doch bitte endlich mit dem Quatsch aufhören sollen. Er stand auf ältere Frauen und ich auf ältere Männer. Das Ding war durch und man ließ uns in Ruhe. Seitdem unternehmen wir sehr regelmäßig etwas miteinander. Mit ihm muss ich nicht viel reden. Er ist mein Eis-Buddy im Sommer! Ab und an pennt er auch hier und wir gucken zusammen irgendwelche Filme. Mit ihm war ich auch in Berlin Trampolinspringen und hab mir beide Knie verletzt. Als er im Krankenhaus lag, war ich sofort da und andersrum war es auch so. Er ist nicht mein bester Freund. Diese Bezeichnung wage ich nicht mehr zu benutzen. Mit meinen bisherigen besten Freunden bin ich im Bett gelandet. Das will ich nicht mehr. Er zieht mich einfach auch echt nicht an. Das muss er auch gar nicht, weil er schlicht und einfach ein sehr guter Freund von mir ist. Ab und an kommt man immer noch auf die Idee, dass bei uns was läuft. Es nervt. Da läuft nichts.

Superbrain

Die letzten Tage war ich Zuhause und hab im Prinzip nur auf meiner Couch vor mich hinvegetiert. Ich glaube, mein kleiner Mitbewohner fand das auch ganz gut. Wenn es mir vor dem Fernseher zu viel wurde und ich wieder Kopfschmerzen bekam, ging ich mit ihm raus. Heute hatte ich dann nochmal einen Termin zum CT. Irgendwie wollen meine Kopfschmerzen einfach nicht so recht weggehen.

Weil ich etwas früh dran war, schlenderte ich in Ruhe zum Klinikum. Alleine der Gedanke, dass ich da wieder rein muss, war schrecklich. Bei der Anmeldung füllte ich diesen typischen Fragebogen aus und setzte mich in den Wartebereich. In den letzten 20 Tagen wurde ich glaube 5 Mal gefragt, ob ich schwanger bin. Natürlich ist das eine Standardfrage aber vielleicht sollte es mir auch zu denken geben. Ein paar von den Krankenpflegern und Ärzten hier kannte ich noch vom letzten Mal und auch privat, da konnte ich mir meine Wartezeit durch ein paar Plaudereien verkürzen. Alleine schon der Geruch da drin, einfach fürchterlich.

Zum Glück wurde ich relativ schnell aufgerufen. Ich legte mich hin, ungefähr 3 Minuten piepte und rüttelte es um mich herum und das war’s auch schon. Ich fragte den netten Assistenten wie so ein CT überhaupt funktioniert. Ich war bis dato noch nie zum CT oder MRT. Das war echt neu für mich. Ich brachte auch zum Ausdruck, dass ich es schade finde, dass ich mir mein Superbrain nicht mal als Poster mit nach Hause nehmen kann. Der Assistent meinte, dass der Arzt jetzt erstmal gucken muss, ob mein Superbrain wirklich so super ist oder ich doch wieder stationär aufgenommen werde. Bitte was? Wieso wieder stationär aufgenommen? Nee. Nee. Nee. Wirklich, nein. Ich sollte mich wieder in den Wartebereich setzen, der Arzt kommt dann, hieß es. Na hoffentlich wieder der mit den blauen Augen. Der würde den ganzen Spaß wenigstens noch halbwegs erträglich machen.

20 Minuten vergingen, dann auch 30. Es kam niemand. Blöd auch, dass grade Mittagspause war. Oder weil ich vielleicht einen riesen Turmor hatte und sämtliche Ärzte des Klinikum ihre Entdeckung diskutierten. Mir schossen alle Hinweise durch den Kopf, die auf einen Tumor hindeuten könnten. Eins meiner Augen ist zum Beispiel kleiner. Das ist aber nur minimal und nicht mal meine Freunde sehen das. Manchmal hat man auch so ein Zucken in den Augen, vielleicht ist das gar kein Stress, das ist der Tumor. Ja der Tumor beeinflusst mich! Vielleicht bin ich eigentlich eine ganz andere Person und der Tumor macht mich zu dem was ich bin. Kacke! Oder ist das gut? Ich weiß nicht. Bei der Op werden sie mir sicher den Kopf rasieren. Ich sollte meinen Freunden schonmal sagen, dass ich bald wie Britney aussehen werde. Der Tumor spricht da aus mir. Sollte ich ihm einen Namen geben? Vielleicht ist es ja auch eine Sie?!

Dann kam der Arzt und bat mich in sein Zimmer. Leider nicht der mit den blauen Augen aber er war auch sexy. Es ging sehr schnell. Er sagte, dass alles in Ordnung sei und so ein Schädel-Hirn-Trauma ja von Mensch zu Mensch unterschiedlich lang zum abklingen braucht. Die Unterlagen werden dann zum Arzt geschickt.

Kein Tumor. Auf den Schreck hab ich erstmal eine geraucht. Tagsüber rauche ich nie! Doch nicht Britney. Superbrain geht’s also gut.

Dankeschön

Familie ist mir sehr wichtig. Für mich bedeutet das Geborgenheit und Liebe. Leute, die mich kennen, würden mich jetzt fragen, ob ich beim Unfall etwas zu doll mit dem Kopf aufgekommen bin aber nein. Ich liebe meine Familie und ohne sie wäre ich ziemlich am Arsch!

An dem Tag, als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, trafen wir uns abends, um essen zu gehen. Der Abend war wirklich schön und das Essen auch aber mein Bruder und seine Freundin fehlten leider. Mein Dad plante dann nochmal essen zu gehen, aber dann nur mit seinen Kindern. Ich dachte mir, ich könnte ja kochen und mich einfach mal damit für die vergangenen Tage bedanken. Das käme mir nur sehr gelegen. Als ich ins Krankenhaus ging, verlief das nämlich alles wie am Schnürchen. Der Hund wurde direkt abgeholt, meine Pflanzen wurden gegossen, neue Klamotten wurden mir ins Krankenhaus gebracht, ich wurde ständig besucht usw… Auf meine Familie ist eben echt Verlass! Mein Bruder ging sogar freiwillig mit mir einkaufen. Einkaufen mit mir ist an sich ganz entspannt aber es kann sehr schnell sehr teuer werden. Da wird dann doch nochmal Lamm gesucht oder ich finde noch ein schönes Olivenöl. Mein Bruder schüttelte nur mit dem Kopf und fragte, ob ich im Lotto gewonnen hätte. Ich grinste nur und sagte, dass ich mich doch erholen soll und Erholung bedeutet für mich auch kochen mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Es war amüsant und wir hatten echt viel Spaß. Beim Klopapier suchte er mir dann das Teuerste raus und packte es in den Wagen. Ich hatte gedacht, es sei für ihn und suchte mir meins aus. Ja ich will es soft und gut duftend und wenn möglich 8-lagig aber ich entdeckte Besseres. Klopapier mit Pinguinen drauf. Hach süß! Das wollte ich! Mein Bruder lachte nur los und erklärte mich für bescheuert. Zuhause half er sogar das ganze Zeug einzuräumen. So kannte ich ihn gar nicht. Mein Bruder ist nicht der geselligste Mensch. Manchmal steht er mit seiner E-Zigarette da, dampft alles voll und redet nur Stuss. Deswegen verwunderte es mich um so mehr, dass er wirklich freiwillig half.

Mein Dad überlegte schon, wo er mit uns essen gehen könnte. Ich sagte ihm, dass wir bei mir essen. Ich koche für alle und wir machen uns einen entspannten Abend. Alle fanden die Idee gut und ich freute mich drauf. Gestern war es dann so weit. Es sollte Kassler mit Gemüse und Klößen geben. Ich wollte nichts Hochkompliziertes und das war wirklich sehr einfach zu machen. Man musste ja nur das Gemüse schneiden, zusammen mit dem Kassler in den Bratschlauch packen, Klöße formen und alles andere war innerhalb weniger Minuten fertig zu machen. Den Tisch deckte ich schön ein und überall machte ich Kerzen an. Dieses Jahr habe ich sogar Weihnachtsdekoration. Das hatte ich nie und auch wenn ich 1 oder 2 Tage damit zu früh bin, es sieht einfach tolllll aus! Es lief alles wie geschmiert. Die Wohnung roch unglaublich geil nach Essen und meine Gäste kamen dann auch schon. Ich hatte etwas Bammel, dass ihnen das Fleisch vielleicht zu fettig ist aber die Sorge war unbegründet. Von dem Essen ist rein gar nichts mehr da! Jeder nahm sich Nachschlag und es schmeckte ihnen scheinbar sehr. Ich war echt zufrieden.

Danach gingen wir noch ins Wohnzimmer und schauten Star Trek. Mit Star Trek kann man uns immer locken. Es war einfach so ein richtig schöner und witziger Abend. Nebenbei quatschten wir und lästerten über die restliche bucklige Verwandtschaft. Ich glaube für meinen Hund waren das auch paradiesische Zustände. Er wurde von allen Seiten gekrault und durfte zwischen ihnen auf die Couch.

Fazit des Abends: Wir überlegen bei mir Weihnachten zu feiern. Ich soll wieder meinen Krustenbraten mit Biersauce machen. Na mal gucken.